Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des PP Bielefeld werden ihre ganze Kraft daran setzen, dass Bielefeld mit Blick auf die Verkehrsunfallbelastung durch Verkehrsunfälle mit Personenschaden langfristig unter die erstenacht der sichersten Großstädte mit mehr als 200.000 Einwohnern in Deutschland aufsteigt.
Die Verkehrsunfallentwicklung verlief 2009 insgesamt erfreulich. Die Zahl der polizeilich registrierten Verkehrsunfälle (VU) im Jahre 2009 ist mit 8.997 VU gegenüber dem Vorjahr (9.179) mit einem Minus von 182 VU um – 1,98% rückläufig.
Entwicklung bei den Personenschadensunfällen (PSU)
Bei Verkehrsunfällen wurden 4 Menschen weniger als im Vorjahr getötet. Bei den VU mit Schwerverletzten hat es eine geringe Steigerung von 205 auf 207 Fälle gegeben, ebenso bei den VU mit Leichtverletzten (945 auf 1005).
Verkehrsunfallentwicklung nach Altersgruppen
Die Verunglücktenhäufigkeitszahl VHZ in Bielefeld liegt mit 448,7 um 5,6 Punkte besser als im Jahre 2008, allerdings schlechter als der Landesdurchschnitt (408,2).
Im Landesvergleich ergibt sich daraus der Rangplatz 36 (Vorjahr: 34).
Ungünstig, wenn auch auf zahlenmäßig niedrigem Niveau, entwickelte sich die Verunglücktenzahl bei den Senioren (65 und älter).
Die Zahl der verunglückten Senioren stieg gegenüber dem Vorjahr von 138 auf 152.
Bei den Unfall verursachenden Senioren waren:
• 26 Pkw-Führer (Vorjahr 14)
• 12 Radfahrer (Vorjahr 14) und
• 3 Fußgänger (Vorjahr 12) festzustellen.
29 Senioren verunglückten als Mitfahrer in Fahrzeugen, 74 Senioren verunglückten als Beteiligte 02.
Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fahrradfahrern
Die Anzahl der an VU beteiligten Radfahrer erreichte im Jahr 2009 mit 455 einen um 78 niedrigeren Wert als im Vorjahr.
Die Anzahl der dabei verletzten Radfahrer betrug mit 341 gegenüber 367 insgesamt 26 weniger als im Vorjahr.
Erfreulich ist dabei die geringere Anzahl schwer verletzter Personen (49 statt 57 im Vorjahr).
Bei den verunglückten aktiven Verkehrsteilnehmern in Bielefeld ist neben den PKW-Fahrern mit 697 (Vorjahr: 500) die Gruppe der Fahrradfahrer die zweitgrößte mit 341 (Vorjahr: 367).
Dieses Verhältnis sieht in größenmäßig vergleichbaren Städten mit besserer VHZ anders aus und weist regelmäßig ein geringeres Verhältnis verunglückter PKW-/ Radfahrer auf.
Dieser Umstand ermöglicht Rückschlüsse auf die tatsächliche Fahrradbeteiligung im täglichen Straßenverkehr.
Im Jahr 2009 waren von insgesamt 1.452 im Unfallgeschehen verletzten Menschen 341 Radfahrer. Das sind 23,48%.
Demnach war fast jeder 4. Bielefelder Verunglückte (= Verletzte) mit dem Fahrrad unterwegs.
Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der Fahrradfahrer in Bielefeld aufgrund gestiegener Kraftstoffkosten, allgemein gesteigertem Gesundheitsverständnis sowie erhöhter Sportlichkeit weiter ansteigen wird.
Durch das vorhandene und gut ausgebaute Radwegenetz wird dieser Umstand noch begünstigt.
Wenn nicht der Fokus auf diese Gruppe Verkehrsteilnehmer gerichtet wird, ist mit weiter steigenden Unfallzahlen zu rechnen.
Dabei ist zu beachten, dass das Verhalten der Radfahrer nur zu etwa 37% unfallursächlich war.
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